Inhaltsverzeichnis & Editorial: Paraneoplastische Syndrome
gratis
Artikel: Paraneoplastische neurologische Erkrankungen
1,99 €
Paraneoplastische neurologische Erkrankungen
Paraneoplastische neurologische Erkrankungen sind Autoimmunphänomene, die durch ektope Expression neuronaler Antigene in Tumorzellen ausgelöst werden. Die neurologische Symptomatik, die sich meist vor Entdeckung des auslösenden Tumors manifestiert, ist dabei klinisch „bunt”, so daß eine paraneoplastische Ätiologie bei einer ganzen Reihe neurologischer Syndrome differentialdiagnostisch in Erwägung gezogen werden sollte. Paraneoplastische neurologische Erkrankungen ver-laufen charakteristischerweise sub-akut und mit einer erheblichen neurologischen Beeinträchtigung des Patienten. Therapeutisch sind die rasche Detektion und Behandlung des zugrundeliegenden Tumors entscheidend.
Schlüsselwörter: Paraneoplastisch – Neurologisch – Autoimmunerkrankung
Von Hannah Pellkofer
Artikel: Paraneoplastische Nephropathie
1,99 €
Paraneoplastische Nephropathie
Patienten mit soliden oder hämatologischen Tumoren können eine paraneoplastische Nierenbeteiligung aufweisen. Jede schnell entstandene große Proteinurie oder andere Nierenbeteiligung (Anstieg von Serumkreatinin, tubuläre Proteinurie, Fanconi-Syndrom, tubuläre Azidose) bei Patienten über 50 Jahre ist verdächtig auf eine paraneoplastische Nephropathie (PNN). Typisch ist die membranöse Immunkomplex-Glomerulonephritis bei soliden Tumoren und die Lipoidnephrose (Minimal-change-Glomerulonephritis) mit selektiver glomerulärer Proteinurie bei Morbus Hodgkin beziehungsweise T-Zell-Lymphomen; beschrieben sind auch alle anderen Formen wie mesangial-proliferative Glomerulonephritis, membranoproliferative Glomerulonephritis, segmental-sklerosierende Glomerulonephritis und nekrotisierende Halbmond-Glome-rulonephritis.
Von J. E. Scherberich
Artikel: Hämatologische paraneoplastische Syndrome
1,99 €
Hämatologische paraneoplastische Syndrome
Hämatologische paraneoplastische Syndrome entsprechen in den meisten Fällen einer Veränderung der Zellzahlen des Blutes im Sinne einer Polyglobulie oder Anämie, einer Leukozytose oder Leukopenie beziehungsweise einer Thrombozytose oder Thrombozytopenie. Wenn gleichzeitig eine Erkrankung aus dem Formenkreis der Hämatologie, zum Beispiel ein Lymphom vorliegt, ist eine Abgrenzung von direkt krankheitsbedingten Veränderungen des Blutes oft schwierig. Beim Vorliegen von soliden Tumoren ist die Abgrenzung meist einfacher, so kommt es zum Beispiel bei verschiedenen unbehandelten Karzinomen häufig zur paraneoplastischen Thrombozytose. Morphologische Veränderungen der Erythrozyten (Fragmentozyten) als Paraneoplasie findet man zum Beispiel bei der mikroangiopathischen hämolytischen Anämie, die bei verschiedenen soliden Tumoren auftreten kann. Zu paraneoplastischen serologischen Veränderungen kann es bei der autoimmunologischen hämolytischen Anämie auf dem Boden von Wärmeantikörpern kommen, nicht selten in Assoziation mit niedrig malignen Non-Hodgkin-Lymphomen.
Schlüsselwörter: Hämatologisches paraneoplastisches Syndrom – Blutbildveränderungen – Paraneoplastische Thrombozytose – Mikroangiopathische hämolytische Anämie – Autoimmunologische hämolytische Anämie
Von E. Hiller
Artikel: Früherkennung des Lungenkarzinoms – Wie sinnvoll ist ...
1,99 €
Früherkennung des Lungenkarzinoms – Wie sinnvoll ist Screening?
Das Lungenkarzinom verursacht ungefähr 5 % aller Todesfälle in den Industrieländern. Jährlich sterben an dieser Krebserkrankung in Deutschland etwa 39.000 Menschen (73,5 % Männer und 26,5 % Frauen), weltweit sind es etwa 1,3 Millionen Menschen. Die Mortalität an Lungenkarzinomen nimmt in den USA in den letzten Jahren bei Männern ab und steigt bei Frauen weiterhin an, obwohl sich nach aktuellen Schätzungen der Anstieg in letzter Zeit etwas verlangsamt. In Deutschland ist die Entwicklung ähnlich, wenngleich um einige Jahre verzögert: Im Zeitraum von 1990 bis 1999 ist die Mortalität bei den Männern von 78 auf 68 je 100.000 Einwohner gesunken und bei Frauen von 12,5 auf 16 je 100.000 Einwohner gestiegen.
Von K. Häußinger, M. Kohlhäufl, F. Stanzel
Artikel: Paraneoplastische Polyarthritis mit beginnender ...
1,99 €
Paraneoplastische Polyarthritis mit beginnender hypertrophischer Osteoarthropathie
Der vorliegende Fallbericht zeigt in eindrucksvoller Weise das parallele Vorliegen zweier paraneoplastischer Syndrome aus dem Bereich der Rheumatologie. Polyarthritis wie im vorliegenden Fall oder auch Symptome, die der Polymyalgia rheumatica ähneln oder diese imitieren können, sind gelegentlich die Erstmanifestationen maligner Erkrankungen. Patienten mit tumor-assoziierter Polyathritis sind generell älter, haben eher asymmetrischen Gelenkbefall bei perakutem Krankheitsbeginn und haben normalerweise einen negativen Rheumafaktorbefund. Wie initial in der vorliegenden Kasuistik kann dieses Syndrom mit seronegativer rheumatoider Arthritis verwechselt werden. Im Gegensatz zu dem hier dargestellten Fall wird über eine Prädominanz der Schwellungen an der unteren Extremität sowie über das Aussparen von den kleinen Fingergelenken berichtet.
Von H. Kellner