Inhaltsverzeichnis & Editorial: Pankreaskarzinom: ...
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"Pankreaskarzinom: Fortschritte in Diagnostik und Therapie"
Editorial von V. Heinemann
Artikel: Targeted therapy beim fortgeschrittenen Pankreaskarzinom
1,99 €
Targeted therapy beim fortgeschrittenen Pankreaskarzinom
Mehrere neue Medikamente aus der Gruppe der „targeted therapy“ befinden sich derzeit beim Pankreaskarzinom in der klinischen Prüfung. Basierend auf den Ergebnissen einer randomisierten Phase-III-Studie wurde der orale EGFR-(epidermal growth factor receptor-)Tyrosinkinaseinhibitor Erlotinib von der Food and Drug Administration (FDA) Ende 2005 in den USA bereits zur Therapie (in Kombination mit Gemcitabin) des fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms zugelassen. Neben Substanzen, die in den EGF-Signalweg eingreifen, lassen vor allem die vorläufigen Daten der Inhibitoren des vascular endothelial growth factor (VEGF) vielversprechende Resultate erwarten. Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die aktuellen Studienergebnisse und neue, molekularbasierte Therapiekonzepte beim fortgeschrittenen Pankreaskarzinom.
Schlüsselwörter: Erlotinib – Gem-citabin – Pankreaskarzinom
Von S. Böck, V. Heinemann
Artikel: Chemotherapie des fortgeschrittenen und ...
1,99 €
Chemotherapie des fortgeschrittenen und metastasierten Pankreaskarzinoms
Die Monotherapie mit Gemcitabin ist der derzeitige Behandlungsstandard in der palliativen Therapie des fortgeschrittenen und metastasierten Pankreaskarzinoms. Zahlreiche Phase-III-Studien haben den Stellenwert gemcitabinbasierter Kombinationsregime untersucht und mit der Gemcitabinmonotherapie verglichen. Allein die Kombination von Gemcitabin und Capecitabin zeigte in einer randomisierten Studie einen moderaten, aber signifikanten Überlebensvorteil, der sich in einer weiteren Studie jedoch nicht bestätigte. Platinbasierte Kombinationen bewiesen zwar in mehreren Studien einen deutlichen Trend zu einer Verlängerung des Gesamtüberlebens, erreichten aber in keiner Studie einen signifikanten Überlebensvorteil. Erst die kombinierte Analyse zweier platinbasierter Studien führte zur Bestätigung einer klinisch relevanten Überlebensverlängerung. Subgruppenanalysen aus mehreren klinischen Studien weisen darauf hin, daß insbesondere Patienten in gutem Allgemeinzustand von einer Kombinationstherapie profitieren, während Monotherapien bei herabgesetztem Allgemeinzustand sinnvoller erscheinen.
Schlüsselwörter: Lokal fortgeschrittenes Pankreaskarzinom – Metastasiertes Pankreaskarzinom – Chemotherapie
von V. Heinemann, S. Böck, R. Wilkowski
Artikel: Chemo-Radiotherapie des Pankreaskarzinoms
1,99 €
Chemo-Radiotherapie des Pankreaskarzinoms
Das Pankreaskarzinom stellt derzeit – bei steigender Inzidenz – das fünft- beziehungsweise sechsthäufigste Karzinom bei Männern beziehungsweise Frauen dar. Die Betroffenen haben, trotz großer therapeutischer Bemühungen, eine sehr schlechte Prognose, was auf eine frühzeitige lokale Infiltration und Fernmetastasierung, aber auch auf die (bei fehlenden Frühsymptomen) späte Diagnose lokaler Stadien zurückzuführen ist. Die komplette chirurgische Tumorentfernung (R0-Resektion) bietet sich derzeit als einzige kurative Therapieoption an, ist jedoch – wegen frühzeitiger Metastasierung, Gefäßinfiltration oder dissiminiertem Lymphknotenbefall – nur in zirka 5 bis 22 % der Fälle möglich. Durch eine neoadjuvante (präoperative) Radiochemotherapie kann bei einem Teil der Patienten ein downstaging, eine lokale Tumorremission oder, in Einzelfällen, sogar eine komplette Remission erreicht werden, was wiederum die Resektabilität und somit die lokale Kontrolle verbessert. Nach einer kurativen R0-Resektion kann durch eine adjuvante (postoperative) Radiochemotherapie ein signifikanter Überlebensvorteil gegenüber der alleinigen Operation erreicht werden. Allerdings konnte die ESPAC-(European Study Group for Pancreatic Cancer-)I-Studie keinen zusätzlichen Gewinn im Vergleich zu einer alleinigen adjuvanten Chemotherapie nachweisen. Wegen des hohen lokalen und systemischen Rezidivrisikos sollte nach einer palliativen R1-Resektion immer eine additive Therapie angestrebt werden; diese sollte möglichst im Rahmen von Studien durchgeführt werden, um den Stellenwert einer Chemotherapie beziehungsweise einer modernen Radiochemotherapie unter Einsatz moderner Wirkstoffe (zum Beispiel Gemcitabin) zu definieren. Standardtherapie bei Patienten mit primär inoperablem, nicht metastasiertem Pankreaskarzinom, die sich in einem guten Allgemeinzustand befinden, ist derzeit die Radiochemotherapie. Teilweise kann so ein downstaging und gegebenenfalls eine sekundäre Resektabilität erzielt werden.
Schlüsselwörter: Pankreaskarzinom – Radiochemotherapie – Strahlentherapietechniken – Therapiestrategien
Von R. Wilkowski, M. Thoma, Christiane Bruns, V. Heinemann
Artikel: Klinische Relevanz von CA 19-9 beim Pankreaskarzinom
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Klinische Relevanz von CA 19-9 beim Pankreaskarzinom
Auf Grund der oft späten Diagnose und der limitierten Therapiemöglichkeiten ist das Pankreaskarzinom immer noch mit einer ungünstigen Prognose assoziiert. Neben bildgebenden Verfahren werden laborchemische Serummarker zur Verbesserung der Diagnostik benötigt. Die Bestimmung des Carbohydratantigens (CA) 19-9 hat sich hierbei als wertvoller Marker für die Differentialdiagnose, die Prognoseabschätzung und die Kontrolle der Therapieeffizienz erwiesen. In diesem Review werden die Studienlage zu CA 19-9 beim Pankreaskarzinom dargelegt und Interpretationshilfen für die klinische Anwendung gegeben.
Schlüsselwörter: CA 19-9 – Pankreaskarzinom – Diagnose – Prognose – Therapieeffizienzkontrolle
Von S. Holdenrieder, S. Böck, V. Heinemann, Petra Stieber
Artikel: Chirurgische Resektion und adjuvante ...
1,99 €
Chirurgische Resektion und adjuvante Therapiestrategien beim Pankreaskarzinom
Die radikale chirugische Resektion, einschließlich der lokoregionären Lymphknotenstationen, stellt nach wie vor die einzige potentiell kurative Therapie beim Pankreaskarzinom dar, wobei die erzielbaren Fünfjahres-Überlebensraten trotzdem nur 10 bis 20 % betragen. Eine Resektion wird durchgeführt, wenn keine Fernmetastasierung besteht und der Tumor lokal resektabel ist, das heißt keine komplexen Gefäßinfiltrationen vorliegen. Nach der gegenwärtigen Datenlage sind die pyloruserhaltende und die klassische Kausch-Whipple-Operation hinsichtlich onkologischer Radikalität, postoperativer Morbidität und Lebensqualität gleichwertig. Eine erweiterte Lymphknotendissektion führt nicht zu einer Prognoseverbesserung. Nach den Langzeitdaten der ESPAC-(European Study Group for Pancreatic Cancer-)1-Studie und den aktuellen Daten der CONKO-(Charité Onkologie Clinical Studies in GI Cancer-)001-Studie gilt derzeit die adjuvante Chemotherapie des R0- und R1-resezierten Pankreaskarzinoms als Standard. Inwieweit Gemcitabin oder 5-Fluorouracil (5-FU) als Standardchemotherapie zu verwenden sind, werden die Resultate der in Kürze abgeschlossenen ESPAC-3-Studie beantworten.
Schlüsselwörter: Pankreaskarzinom – Chirurgische Resektion – Adjuvante Therapie
Von Christiane Bruns, A. Kleespies, V. Heinemann, R. Wilkowski, K.-W. Jauch