Inhaltsverzeichnis & Editorial
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Editorial von H.-W. Baenkler
"Intoleranzsyndrome"
Artikel: Belastungsasthma
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Belastungsasthma
Belastungsasthma oder „Anstrengungsasthma“ ist ein häufig falsch verstandenes Krankheitsbild. Der englische Begriff „exercise-induced asthma“ wird oft sogar dahingehend fehlinterpretiert, daß durch körperliche Belastungen ein Asthma ausgelöst werden könne. Nach heutigem Verständnis spielt die körperliche Belastung beim Belastungsasthma jedoch nur die Rolle eines Auslösers (Trigger), der bei einem vorbestehenden Asthma bronchiale die typischen asthmatischen Erscheinungsformen, wie Husten und Dyspnoe, herbeiführt.
Von J. H. Ficker
Artikel: Rheumatoide Vaskulitis
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Rheumatoide Vaskulitis
Eine rheumatoide Vaskulitis (RV) tritt bei etwa 2 bis 5 % aller Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) im Verlauf ihrer Erkrankung auf. Risikofaktoren für eine rheumatoide Vaskulitis sind hohe Serumkonzentrationen von Rheumafaktoren, rasch oder stark gelenkerosive Verläufe, Rheumaknoten sowie männliches Geschlecht (zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko). Führende klinische Zeichen sind eine periphere Neuropathie, eine nichtthrombopenische Purpura, eine sich verschlechternde Nierenfunktion und andere extraartikuläre Symptome beziehungsweise Manifestationen.
Von M. Feuchtenberger, H.-P. Tony, C. Kneitz
Artikel: Hämolytische Anämie bei ...
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Hämolytische Anämie bei Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel
Der X-chromosomal rezessiv vererbte Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-(G6PDH-)Mangel ist einer der häufigsten Enzymdefekte beim Menschen. Der Defekt führt in den Erythrozyten zu einer verminderten Toleranz gegenüber oxidativem Streß, der durch eine Reihe von Medikamenten, Infektionen und der Ingestion von Favabohnen ausgelöst wird. Klinische Manifestationen sind die neonatale Hyperbilirubinämie und die akute oder chronische hämolytische Anämie.
Schlüsselwörter: Hämolyse – Fava-bohnen – Glukose-6-Phosphat-De-hydrogenase
Von: P. Baumann, B. Emmerich
Artikel: Kohlenhydratintoleranz
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Kohlenhydratintoleranz
Kohlenhydratintoleranzen zeigen eine monotone Symptomatik bei extensiv breiter Relevanz, wenn man die Häufigkeit der Intoleranzen für Laktose, Sorbit und Fruktose in der Bevölkerung betrachtet. Dies wird aggraviert durch die zunehmende Nutzung der industriellen Lebensmittelherstellung. Sekundäre Intoleranzen verdienen besondere Aufmerksamkeit (Morbus Crohn, Sprue, Lamblien), da hier Grunderkrankung und Intoleranz verwechselt werden können. Die Therapie der Laktoseintoleranz sollte Milchprodukte möglichst nicht aus dem Speiseplan eliminieren, weil dies die Entstehung von Osteoporose begünstigt.
Schlüsselwörter: Kohlenhydratintoleranz – Sekundäre Intoleranzen – Laktoseintoleranz
Von: D. Schwab
Artikel: Histaminintoleranz
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Histaminintoleranz
Histamin ist einer der wichtigsten Allergiemediatoren. Histaminintoleranz bedeutet ein Mißverhältnis zwischen Histamin und den Aktivitäten der Histaminabbauenzyme, wobei dies meist durch einen Mangel an Diaminoxidase verursacht wird. Nach Aufnahme histaminreicher Nahrung kommt es typischerweise zu histaminvermittelten Magen-Darm-Beschwerden wie zum Beispiel Durchfällen und Bauchschmerzen. Auch systemische histaminvermittelte Symptome, wie Flushs oder Herzrhythmusstörungen, können auftreten. Neben der typischen Anamnese kann zur Diagnostik eine doppelblinde, plazebokontrollierte Histaminprovokation durchgeführt werden. Die Bestimmung der Diaminoxidase in der Darmschleimhaut gilt als Goldstandard. Inwieweit der Diaminoxidasespiegel im Blut damit korreliert, bleibt abzuwarten. Therapeutisch kommt einer histaminarmen Diät sowie der Vermeidung diaminoxidasehemmender Medikamente eine große Bedeutung zu. Des weiteren ist die Behandlung mit Antihistaminika sowie mit Mastzellstabilisatoren sinnvoll.
Schlüsselwörter: Histaminintoleranz – Histamin – Gastrointestinal vermittelte Allergie
Von Benita Giera, S. Kimpel, C. Kestler, P. Konturek, J. Kressel, E. G. Hahn, M. Raithel
Artikel: Intoleranz gegenüber Salizylaten/Analgetika
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Intoleranz gegenüber Salizylaten/Analgetika
Die Intoleranz gegenüber Salizylaten/Analgetika, hauptsächlich einhergehend mit Polypenbildung in der Nase und Asthma, aber auch mit Entzündung im Darmbereich, ist keineswegs eine seltene Erkrankung. Deshalb sollten Internisten unbedingt interdisziplinär denken und, etwa im Rahmen einer Therapie mit nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAID), auf Polypen in Nase und Nasennebenhöhlen achten. Die Diagnose ergibt sich aus der Vorgeschichte und aus funktionellen Tests an Gewebe und Leukozyten. Verhindern lassen sich die Erscheinungen durch Meiden von Salizylaten und analog wirkenden Medikamenten sowie salizylsäurehaltigen Lebensmitteln. Akute Reaktionen werden durch Kortikoide unterdrückt. Eine biologische Therapie ist die Desaktivierung durch die Applikation steigender Mengen von Azetylsalizylsäure (ASS).
Schlüsselwörter: Salizylat-/Anal-getikaintoleranz – Polypen – Asthma – Prostaglandine – Leukotriene
Von: H.-W. Baenkler