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DBI Der Bayerische Internist

DBI Der Bayerische Internist

Heft 04/2006 Thrombophilie und neue Antithrombotika

Zeitschrift für Klinik und Praxis
ISSN: 0176-4993
Artikelnr: HAR-0604-0000
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DBI Der Bayerische Internist erscheint sechsmal jährlich deutschlandweit als Periodikum mit Schwerpunktthemen und einer Reihe von Rubriken, die den Kurzbericht bevorzugen, wobei die praxisnahe Fortbildung und Wissensvermittlung auf therapeutischem und diagnostischem Gebiet besondere Berücksichtigung erfahren.
 
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Editorial von E. Hiller
 
"Thrombophilie und neue Antithrombotika"
Details Artikel: Thromboseprophylaxe bei geriatrischen Patienten und ... 1,99 €
Thromboseprophylaxe bei geriatrischen Patienten und Schlaganfallpatienten
 
Höheres Lebensalter gilt als einer der wichtigsten patientenbezogenen, das heißt prädisponierenden Risikofaktoren für eine venöse Thromboembolie. Epidemiologische Studien belegen einen exponentiellen Anstieg der Thrombosehäufigkeit ab dem 60. Lebensjahr. In Leitlinien wird das höhere Lebensalter als ein hohes evidenzbasiertes Basisrisiko eingestuft und deshalb unter Abwägung des Nutzen-Risiko-Profils eine medikamentöse Thromboseprophylaxe mit niedermolekularen Heparinen (NMH) bei akut erkrankten alten Patienten empfohlen.
 
Von H. Lawall
  • Personalisierte PDF-Datei (616 kB, 5 Seiten)
Details Artikel: Therapie mit niedermolekularen Heparinen bei ... 1,99 €
Therapie mit niedermolekularen Heparinen bei Niereninsuffizienz und älteren Patienten
 
Die antikoagulatorische Wirkung der NMH beruht auf ihrer Antithrombin-III-vermittelten hemmenden Wirkung auf die Faktoren Xa und IIa des Gerinnungssystems. Hinzu kommen weitere Effekte, wie die TFPI-(tissue factor pathway inhibitor-)Freisetzung aus dem körpereigenen Endothel. Für die Bindung an Antithrombin wird ein spezifisches Pentasaccharid benötigt, das, je nach Heparinpräparation, in unterschiedlichen Anteilen vorliegt und somit für die entsprechenden Anti-Xa-Aktivitäten verantwortlich ist. Die für die Hemmung von Faktor IIa erforderliche Kettenlänge von mindestens 18 Monosacchariden erklärt bei NMH die im Vergleich zur Anti-Xa-Aktivität geringere Anti-IIa-Aktivität. Die Wirkung von unfraktioniertem langkettigem Heparin (UFH) erfolgt ebenfalls über eine Komplexbindung mit Antithrombin III, wobei jedoch Thrombin und Faktor Xa gleichermaßen gehemmt werden.
 
Von A. Hartmann, J. Stöbe, F. Mickley
  • Personalisierte PDF-Datei (640 kB, 8 Seiten)
Details Artikel: Niedermolekulare Heparine als Alternative beim ... 1,99 €
Niedermolekulare Heparine als Alternative beim Pausieren einer oralen Antikoagulation

Niedermolekulare Heparine (NMH) besitzen für die Umstellung einer oralen Antikoagulation ein günstiges Wirkprofil. Studien haben gezeigt, daß die Antikoagulation mit NMH im Vergleich zu unfraktioniertem Heparin (UFH) schneller und im Verlauf der Therapie besser eingestellt werden kann. Ferner liegen umfassende Registerdaten vor, die belegen, daß eine Umstellung mit NMH sicher und effektiv durchgeführt werden kann. Somit sind NMH für diese Indikation eine therapeutische Alternative zum UFH. Basierend auf den bisher veröffentlichten Daten und eigenen Erfahrungen empfehlen wir eine risikoadaptierte Dosierung des Antikoagulanz unter Berücksichtigung des permanenten Thromboembolierisikos des Patienten und des passageren Blutungs-/Thromboserisikos im Rahmen der geplanten Intervention.
Schlüsselwörter: Niedermolekulare Heparine – Antikoagulation – Unfraktioniertes Heparin – Bridging
 
Von: C. Hammerstingl, H. Omran
  • Personalisierte PDF-Datei (568 kB, 6 Seiten)
Details Artikel: Rationelle Thrombophiliediagnostik 1,99 €
Rationelle Thrombophiliediagnostik
 
Hereditäre thrombophile Gerinnungsstörungen können bei bis zu 40 % der Patienten mit thromboembolischen Ereignissen als (Mit-)Ursache der vorliegenden Thrombose diagnostiziert werden. Neben den relativ häufigen Punktmutationen im Faktor-V- beziehungsweise im Prothrombingen spielen vor allem Defekte der natürlichen Inhibitoren der plasmatischen Gerinnung – Antithrombin (AT), Protein C und Protein S – eine entscheidende Rolle. Mittlerweile wurden zahlreiche weitere hereditäre Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse, wie das Vorhandensein von Antiphospholipid-Antikörpern, erhöhte Homozysteinspiegel oder auch erhöhte Faktor-VIII-Spiegel, gefunden. Entscheidend für eine rationelle Thrombophiliediagnostik ist ein bezüglich Indikation und Zeitpunkt sinnvolles Screening, um Risikopatienten zu erkennen und Erst- beziehungsweise Rezidivereignisse dann durch eine angemessene prophylaktische beziehungsweise therapeutische Antikoagulation zu vermeiden.

Schlüsselwörter: Thrombophilie – Thrombose – Labordiagnostik – Antikoagulation
 
Von: Verena Pihusch, M. Pihusch, R. Pihusch
  • Personalisierte PDF-Datei (680 kB, 6 Seiten)
Details Artikel: Neue Antithrombotika 1,99 €
Neue Antithrombotika
 
Die Entwicklung neuer Antithrombotika und plättchenhemmender Substanzen hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Für die Inhibition der plasmatischen Gerinnung steht, als Ergänzung zu den niedermolekularen Heparinen (NMH), das Pentasaccharid Fondaparinux, nicht nur zur Prophylaxe, sondern auch zur Therapie venöser Thromboembolien, zur Verfügung. Des weiteren wurden vor kurzem die direkten Thrombininhibitoren Argatroban und Bivalirudin in Deutschland zugelassen. Andererseits wurde der bisher einzige orale Thrombininhibitor Ximelagatran, auf dem große Hoffnungen wegen seiner Anwenderfreundlichkeit ruhten, auf Grund unklarer Leberenzymerhöhungen Anfang 2006 vom Markt genommen. Der zweite Teil dieser Übersicht befaßt sich mit der Blockade der thrombozytär vermittelten Gerinnung, die insbesondere beim akuten Koronarsyndrom (ACS) eine entscheidende therapeutische Rolle spielt. Neben der Beschreibung der aktuell zugelassenen Fibrinogenrezeptorantagonisten soll dabei auf neue Adenosindiphosphat-(ADP-)Rezeptorblocker eingegangen werden.

Schlüsselwörter: Antithrombotika – Thrombose – Akutes Koronarsyn-drom – Heparininduzierte Thrombozytopenie
 
Von A. Rank, E. Hiller
  • Personalisierte PDF-Datei (700 kB, 8 Seiten)
Details Artikel: Heparininduzierte Thrombozytopenie vom Typ II 1,99 €
Heparininduzierte Thrombozytopenie vom Typ II
 
Die heparininduzierte Thrombozytopenie vom Typ II (HIT II) ist eine Komplikation der Heparinprophylaxe und -therapie, die frühzeitig erkannt werden muß. Nur so lassen sich venöse und arterielle Thrombosen wirkungsvoll verhindern. Die Diagnose einer HIT II darf aber auch nicht leichtfertig gestellt werden, da sonst der übermäßige Gebrauch alternativer Antikoagulanzien zu einer Kostenexplosion führen kann. Zur Diagnosestellung muß die Vortestwahrscheinlichkeit ermittelt und die Labordiagnostik gezielt eingesetzt werden. Muß von einer HIT II aus-gegangen werden, ist die sofortige Umstellung der Antikoagulation auf alternative Antikoagulanzien wie Danaparoid, Lepirudin, oder Argatroban unerläßlich. In Anbetracht der fortbestehenden Hyperkoagulabilität muß therapeutisch dosiert werden. Danaparoid kann mit der Anti-Faktor-Xa-Aktivität kontrolliert werden, die Steuerung der Thrombininhibitoren gelingt ausreichend nur mit der Ecarin clotting time (ECT).

Schlüsselwörter: Heparininduzierte Thrombozytopenie – Thrombose – Labordiagnostik – Antikoagulanzien

Von C. M. Schambeck
  • Personalisierte PDF-Datei (548 kB, 5 Seiten)
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